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COMET SDM: Graz wird europäischer Standort für software-definierte Mobilität

Juni 10, 2026

COMET SDM: Graz wird europäischer Standort für software-definierte Mobilität

VIRTUAL VEHICLE startet neues COMET-Zentrum für Software-Defined Mobility mit 24 Millionen Euro Forschungsvolumen und 44 Partnern aus Industrie und Wissenschaft.

Graz, 10.06.2026 – VIRTUAL VEHICLE startet mit 1. Jänner 2027 das neue COMET-Zentrum „Software-Defined Mobility“ (SDM). Das von der FFG genehmigte Forschungszentrum umfasst ein geplantes Forschungsvolumen von 24 Millionen Euro für die erste vierjährige Förderperiode und vereint 44 Partner aus Industrie und Wissenschaft.

Im Mittelpunkt steht eine der zentralen technologischen Herausforderungen der kommenden Jahre: Mobilitätssysteme werden zunehmend durch Software, Daten, KI und laufende Updates geprägt. Fahrzeuge, Züge, Schiffe und weitere komplexe technische Systeme entwickeln sich von klassischen Produkten zu vernetzten, lernfähigen und kontinuierlich aktualisierten Plattformen.

Mit COMET SDM übernimmt VIRTUAL VEHICLE eine Schlüsselrolle dabei, diese Transformation in Europa technologisch abzusichern. Ziel ist es, software-definierte Systeme schneller, sicherer und verlässlicher zu entwickeln – von Automotive und Rail über Maritime und Health Tech bis hin zu Energy und Defense.

„Das software-definierte Jahrzehnt hat begonnen. Europa muss seine Stärken in Engineering und industrieller Exzellenz mit Software, Daten und KI verbinden, um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben“, betont Jost Bernasch, CEO von VIRTUAL VEHICLE.

„Mit COMET SDM schaffen wir dafür ein starkes Forschungszentrum in Graz – gemeinsam mit führenden Partnern aus Industrie und Wissenschaft.“

VIRTUAL VEHICLE Pressekonferenz „Software-Defined Mobility“ – Graz, 10. Juni 2026
Foto (v.l.n.r.): Heinz Mayer CEO, JOANNEUM RESEARCH – Willibald Ehrenhöfer Steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung – Jost Bernasch CEO, VIRTUAL VEHICLE – Horst Bischof Rektor der TU Graz – Daniel Watzenig CTO, VIRTUAL VEHICLE

Von Virtual Validation zu Virtual Assurance

Im Zentrum des Forschungsprogramms steht der Übergang von klassischer virtueller Validierung zu Virtual Assurance. Das bedeutet: Simulationen, digitale Zwillinge, KI-Komponenten und Software-Updates sollen nicht nur eingesetzt, sondern über den gesamten Lebenszyklus eines Systems nachvollziehbar überprüft und vertrauenswürdig gemacht werden.


Gerade bei autonomen, vernetzten und softwareintensiven Systemen reicht es nicht mehr aus, einzelne Entwicklungsstände einmalig zu testen. Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit müssen auch nach Software-Updates, bei neuen Betriebsbedingungen und im Zusammenspiel mit Infrastruktur, Cloud und anderen Systemen bewertet werden können.


„Mit COMET SDM vollziehen wir den entscheidenden Schritt von Virtual Validation hin zu Virtual Assurance. Damit schaffen wir die Grundlage für eine neue Generation sicherer und vertrauenswürdiger KI-gestützter Systeme in der Mobilität“, erklärt Daniel Watzenig, CTO von VIRTUAL VEHICLE.


Drei Forschungsfelder für software-definierte Mobilität

Das neue COMET-Zentrum konzentriert sich auf drei zentrale Themenfelder:


Trustworthy Simulation

Entwicklung vertrauenswürdiger Simulationen, digitaler Zwillinge und virtueller Testmethoden. Ziel ist es, Unsicherheiten transparent zu machen und belastbare Nachweise für Entwicklung, Validierung und Zulassung zu schaffen.


Autonomous Intelligence

Sichere und überprüfbare KI für Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und autonome Systeme. Im Fokus stehen robuste, erklärbare und überprüfbare KI-Methoden für sicherheitskritische Anwendungen.


Efficient Systems

Adaptive und kontextbewusste E/E-Architekturen für die Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Cloud. Damit sollen software-definierte Systeme effizienter entwickelt, betrieben und über ihren Lebenszyklus hinweg aktualisiert werden können.


Ergänzt werden diese Forschungsfelder durch ein Living Innovation Lab, in dem Forschungsergebnisse in Demonstratoren, Prototypen und marktfähige Lösungen überführt werden.

Starke Unterstützung durch Fördergeber, Eigentümer und strategische Partner

Die Bedeutung des neuen COMET-Zentrums wird von Fördergebern, Eigentümern und strategischen Partnern von VIRTUAL VEHICLE ausdrücklich unterstrichen:


LR Willibald Ehrenhöfer, Steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung, betont: „Das COMET-Programm zeigt, wie strategische Forschungsförderung Innovation und wirtschaftliche Stärke vorantreibt. VIRTUAL VEHICLE ist ein Paradebeispiel dafür, wie Spitzenforschung zu konkreten Vorteilen für die Steiermark führt.“


Rektor Horst Bischof, TU Graz sieht in der Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag für den Forschungs- und Innovationsstandort: „Unsere enge Partnerschaft mit VIRTUAL VEHICLE basiert auf der gemeinsamen Vision, Technologie als wirkungsvolles Instrument für den Wandel zu nutzen. Wir gratulieren VIRTUAL VEHICLE zur erfolgreichen Bewerbung für das COMET-Programm ‚Software-Defined Mobility‘ – damit wird seine führende Rolle als Forschungszentrum zukünftiger Mobilität untermauert. Gut für das steirische Forschungsökosystem, gut für Österreich und die europäische Forschungslandschaft.“


Für JOANNEUM RESEARCH betont CEO Heinz Mayer die strategische Bedeutung der Kooperation: „VIRTUAL VEHICLE nimmt als international sichtbares Forschungszentrum eine zentrale Rolle in der steirischen Forschungslandschaft ein. Gemeinsam bündeln wir komplementäre Kompetenzen zu einer leistungsstarken Forschungsallianz, die Innovation am Standort vorantreibt und die Wettbewerbsfähigkeit stärkt.“


Helmut List, Aufsichtsratsvorsitzender von AVL, unterstreicht den technologischen Wandel: „Zukünftige Mobilität verbindet Fahrzeug- und Energietechnologien mit Software, Sensorik, Daten und KI. Dafür braucht es neue Entwicklungsprozesse und starke Forschungspartner.“

Auch zentrale Industriepartner sehen im neuen COMET-Zentrum einen wichtigen Hebel für die nächste Entwicklungsstufe software-definierter Systeme.


Stefan Rohringer, Deputy CTO von Infineon Technologies Austria, verweist auf die Rolle des Netzwerks: „VIRTUAL VEHICLE verbindet Industriepartner und erleichtert die Initiierung gemeinsamer Forschungsprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“


Stefan Erlach, Vice President Bogies & Panto bei Siemens Mobility, erklärt: „Simulation und interdisziplinäre Forschung sind entscheidende Enabler für die Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs.“


Für voestalpine Railway Systems betont CTO Franz Sodia die Bedeutung integrierter Systemansätze: „Digitale Zwillinge, KI-gestützte Diagnostik und systemübergreifende Optimierung werden zentrale Hebel für Kapazität, Zuverlässigkeit und Effizienz im Bahnsystem sein.“


VIRTUAL VEHICLE Pressekonferenz „Software-Defined Mobility“ – Graz, 10. Juni 2026
Foto (v.l.n.r.): Daniel Watzenig, CTO, VIRTUAL VEHICLE – Jost Bernasch, CEO, VIRTUAL VEHICLE – Willibald Ehrenhöfer, Steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung – Horst Bischof, Rektor der TU Graz – Heinz Mayer, CEO, JOANNEUM RESEARCH

COMET SDM – Steckbrief:


  • Start: Januar 2027
  • Laufzeit: 4 Jahre, Verlängerung um weitere 4 Jahre möglich
  • Forschungsvolumen: 24 Millionen Euro in der ersten Förderperiode
  • Förderquote: 50 Prozent
  • Genehmigung: durch die FFG im Rahmen des COMET-Programms
  • Partner: 44 Partner aus Industrie und Wissenschaft
  • Konsortium: rund 60 Forschende, führende OEMs und Tier-1-Zulieferer sowie renommierte nationale und internationale Universitäten, darunter Stanford University, UC Berkeley, Technische Universität München und TU Graz
  • Forschungsschwerpunkte: Trustworthy Simulation, Autonomous Intelligence, Efficient Systems, Living Innovation Lab
  • Anwendungsfelder: Automotive, Rail, Maritime, Health Tech, Energy und Defense

Mit COMET SDM positioniert sich VIRTUAL VEHICLE gemeinsam mit seinen Eigentümern, Industriepartnern und internationalen Forschungspartnern als zentraler europäischer Forschungsstandort für die nächste Generation software-definierter Mobilität. Das Ziel ist klar: Innovationen schneller, sicherer und vertrauenswürdiger auf die Straße, die Schiene, das Wasser und in weitere sicherheitskritische Anwendungen zu bringen.